Pressemitteilungen

Absurd: Energiekrise in Deutschland und gleichzeitig werden die Wasserkraftwerke abgeschafft

Nächste Woche steht das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ in Berlin zur Abstimmung im Bundestag: Habecks „Osterpaket“. Damit sollen bürokratische Hemmnisse beseitigt und der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien ermöglicht werden. Aber die Realität sieht anders aus: 

Habecks „Osterpaket“ bedeutet für die Wasserkraft genau das Gegenteil:

- Wasserkraftanlagen unter 500 kW Leistung fallen künftig aus der EEG-Vergütung. Ertüchtigungen und Neubauten werden so verhindert. 

- Das neu eingeführte, „überragende öffentliche Interesse“ für erneuerbare Energien gilt NICHT für die Wasserkraft. Dadurch entsteht eine 2-Klassengesellschaft in der erneuerbaren Energieerzeugung. Das betrifft in Deutschland rund 7.300 Anlagen. 

- Für viele bedeutet dies über kurz oder lang das AUS.

Gesetzesinitiative schockiert:

Der Koalitionsvertrag hat noch für Euphorie und Aufbruchsstimmung in der Branche gesorgt. Dann aber kam Habecks Osterpaket. Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW):

„Wir trauten unseren eigenen Augen nicht: ALLE Erneuerbaren waren im überragenden Öffentlichen Interesse, nur die Wasserkraft nicht. Zudem wurden alle Wasserkraftanlagen unter 500 Kilowatt von der EEG-Vergütung ausgeschlossen. Ertüchtigungen und Neubauten werden so ausgebremst.“ 

Mittelständische Wasserkraftanlagen für die Klimawende unbedeutend?

Was die Wasserkraftunternehmer besonders stört, ist die Überheblichkeit, mit der in der Gesetzesbegründung behauptet wird, dass die Energieausbeute von rund 6.500 Wasserkraftanlagen „für den Klimaschutz unbedeutend sei“

  • Die sogenannte „kleine“ Wasserkraft erzeugt jährlich rund 3 TWh Strom, das ist genug CO2-freie Energie für rund 1 Mio. Haushalte.
  • Wasserkraft liefert auch bei Dunkelheit und Flaute stetig und zuverlässig Strom und ist unverzichtbar für die Netz- und Systemstabilität. 

Verbandspräsident Lang:

„Während Robert Habeck in autoritäre Staaten reist, um mehr und teureres Öl und Gas nach Deutschland zu bringen und zugleich fordert „Jede Kilowattstunde zählt!“, schafft sein Ministerium die Wasserkraft ab. Das ist absurd!“

Wasserkraftanlagen stehen an vielen Flüssen und Bächen, die von Stadt- und Gemeindewerken, Energiegenossenschaften wie auch Mühlen, Sägewerken, Zimmereien, Schreiner- und Metallhandwerkern betrieben werden. Mittelständische Unternehmen über Generationen hinweg. Nun aber haben einflussreiche Naturschutz-Verbandsinteressen die Wasserkraft als vermeintlichen Störer ausgemacht und das obwohl nur an etwa 4 Prozent aller Querbauwerke in Deutschland überhaupt Wasserkraftanlagen stehen. 

Was macht die Bundesregierung? 

Zahlreiche Abgeordnete aller Parteien im Bundestag haben sich schon mehrfach für den Erhalt der Wasserkraft ausgesprochen. Verbandspräsident Lang:

„Nun müssen den Worten auch Taten folgen. Die Politik hat den Hebel in der Hand: Über Bundestag und Bundesrat muss hier alles getan werden, um diese Fehlentwicklung zu verhindern.“

Forderungen der Verbände: 

1. Das überragende öffentliche Interesse der erneuerbaren Energien muss auch für die Wasserkraft gelten. 

2. Der Ausschluss der Wasserkraft unter 500 kW im EEG muss revidiert werden.

3. Die überflüssige bürokratische Doppelregelung mit dem Wasserhaushaltsgesetz muss aufgehoben werden.

 

 

 

Für Presse-Rückfragen: 

Dr. Helge Beyer

Geschäftsführer Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) e.V.

EUREF-Campus 16

10829 Berlin

Tel.: +49 (0)30 - 278 794 30

helge.beyer@wasserkraft-deutschland.de  

http://www.wasserkraft-deutschland.de  

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„Es ist ein himmelschreiender Dissens!“

Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e.V. (BDW) reagiert entsetzt auf die Ankündigung von Robert Habeck, wieder stärker auf Kohlestrom zu setzen - während parallel dazu die Vernichtung von jährlich drei Milliarden Kilowattstunden Strom aus kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland durch die Novelle des EEG 2023 geplant wird. 

Berlin, 23. Juni 2022. Rund 6.500 Betreiber von kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland fürchten seit diesem Frühjahr um die Existenz ihrer Anlagen, die durch die geplante Streichung der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 gefährdet ist. Etwa drei Milliarden Kilowattstunden schadstofffreien Strom produzieren sie jedes Jahr. Sie versorgen damit deutschlandweit rund eine Million Haushalte sowie ihre kleinen und mittelständischen Betriebe mit dezentral erzeugter, regenerativer und CO2-freier Energie. Sie reduzieren den Bedarf an klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um jährlich rund 3 Millionen Tonnen CO2 und verringern den Bedarf an fossil erzeugten Stromimporten. Also genau das, was im Sinne der Energiewende und des Klimaschutzes dringend gefordert ist. Dabei erfüllen sie sämtliche Umweltschutzauflagen, denn sonst wäre der Betrieb ihrer Anlagen rechtlich gar nicht zulassungsfähig. 

Umso fassungsloser sind die Anlagenbetreiber angesichts der Ankündigung von Bundesminister Robert Habeck, dass er wieder stärker auf die Stromerzeugung mit Kohlekraftwerken setzen will - bekanntermaßen die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung. 

 

Wasserkraft statt Kohlestrom 

Aufgrund der verminderten Gaslieferungen aus Russland hat die Bundesregierung heute die Alarmstufe des nationalen Notfallplans Gas ausgerufen. Am 8. Juli 2022 soll das Gesetz den Bundestag passieren, dass wieder vermehrt Kohlekraftwerke ans Netz geholt werden können. Zugleich appelliert die Regierung an Wirtschaft und Bevölkerung, alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu nutzen. „Bei allem Respekt und Verständnis dafür, dass viele Optionen in Betracht gezogen werden müssen, um eine mögliche Gaslücke im Winter zu vermeiden, ist es absolut nicht verständlich, dass die Bundesregierung wieder zur klimaschädlichsten Stromerzeugung zurückkehren will, während sie gleichzeitig die klimafreundliche Energieerzeugung aus kleinen Wasserkraftanlagen mit dem EEG 2023 vernichtet“, sagt Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW). 

In der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) von heute heißt es: „Als Bundesregierung setzen wir alles daran, die Folgen zu mildern und die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten. (…) Wir beschleunigen den Ausbau der Erneuerbaren Energien in nicht gekannter Weise.“ 

Weiterhin heißt es darin: „Wir bringen Kohlekraftwerke in den Markt und reduzieren die Menge an Gas. Das ist schmerzlich, Kohlekraftwerke sind einfach Gift fürs Klima.“ Mit Bezug darauf betont Hans Peter Lang: „Im Sinne der klimafreundlichen und sicheren Energieversorgung darf die Regierung nicht auf die kleine Wasserkraft und die damit erzeugten drei Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verzichten. Es würde auch in keiner Weise diesen Aussagen entsprechen.“ 

Nach Angaben von Statista emittierten Steinkohlekraftwerke in Deutschland im Jahr 2018 rund 68 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid. Braunkohlekraftwerke stießen in dem Jahr rund 131 Millionen Tonnen CO2 hierzulande aus. Ein Grund, weshalb der Bundestag und der Bundesrat per Gesetz vom 3. Juli 2020 den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen. Zugleich sollte der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangetrieben werden. Letzteres wurde angesichts des Krieges in der Ukraine in diesem Jahr noch einmal forciert, zum Beispiel mit den im sogenannten „Osterpaket“ formulierten Zielen und dem heutigen Ausrufen der zweiten Stufe des Notfallplans Gas. 

„Der Krieg in Europa hat uns alle in eine neue Lage versetzt und er führt uns die seit langem bekannten Gefahren durch die große Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten drastisch vor Augen“, so Hans-Peter Lang. „Aber sollen dafür jetzt Unternehmerinnen und Unternehmer bestraft werden, die seit Jahrzehnten aktiven Klimaschutz betreiben und die Abhängigkeit von Energieimporten verringern? Das ist ein himmelschreiender Dissens!“ 

Anstatt die Einspeisevergütung für Anlagen bis 500 Kilowatt Leistung im EEG 2023 zu streichen und so den wirtschaftlichen Betrieb zu riskieren, sollten die Konditionen für die kleine Wasserkraft gerade in der heutigen Zeit verbessert werden, um Modernisierungen und daraus resultierende Effizienzsteigerungen zu bewirken, appelliert Lang. 

Weitere Informationen: 

Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e.V. (BDW): www.wasserkraft-deutschland.de  

Pressemitteilung des BMWK vom 23.06.22: 

„Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ruft Alarmstufe des Notfallplans Gas aus – Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet“ 

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/06/20220623-bundesministerium-ruft-alarmstufe-des-notfallplans-gas-aus.html

 

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„Bayern ist ein Wasserkraftland, die Wasserkraft muss erhalten bleiben“

Tage der Wasserkraft Ende Mai in Bayern lockten Hunderte von Besuchern an ++ Besucher äußern großes Unverständnis für die Pläne der Ampel-Regierung ++ Kommunalpolitiker sichern Unterstützung zu 

München / Regensburg, 2. Juni 2022. Auf großes Interesse aus der Bevölkerung und viel Unterstützung von Bürgermeistern, Land- und Gemeinderäten sowie Bundestagsabgeordneten sind die Tage der Wasserkraft Ende Mai gestoßen. 21 Betreiber von Wasserkraftanlagen in ganz Bayern hatten zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. „Zukunft Strom – gemeinsam mit der Wasserkraft“ lautete das Motto. 

Auf Führungen und in Vorträgen stellten sie die älteste regenerative Energie im Freistaat vor, die auch heute noch etwa 15 Prozent zur Gesamtstromerzeugung in dem Bundesland beiträgt. Dabei informierten sie über ein ernstes Anliegen: Sollte das novellierte Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) mit dem aktuellen Gesetzesentwurf Anfang 2023 in Kraft treten, droht vielen Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung langfristig das Aus. Denn die Bundesregierung sieht vor, die Einspeisevergütung für Strom aus kleinen Wasserkraftanlagen zu streichen. Dies stieß bei den Besuchern ebenso wie bei Kommunalpolitikern auf Unverständnis - gehören doch die mittelständischen Betriebe wie Getreidemühlen und Sägewerke mit ihren Wasserkraftanlagen fest zum Ortsbild und zur lokalen Wirtschaft dazu. Schon im Vorfeld, aber auch auf den Veranstaltungen betonten die Politiker ihr Unverständnis für die Pläne der Ampel-Regierung und sicherten den heimischen Betrieben ihre Unterstützung zu. 

Kulturelles Erbe droht zerstört zu werden 

So zum Beispiel auf dem „Tag der offenen Wasserkraft-Tür“ des E-Werks Schweiger in Schwaig in der Nähe des Münchner Flughafens. „Schwaig ist aus der Wasserkraft entstanden. Die Wasserkraftanlage wurde 1240 das erste Mal urkundlich erwähnt, die Getreidemühle wurde für die Ernährung der Bevölkerung gebraucht“, berichtete Fritz Schweiger, Vorsitzender der VWB, in seiner Ansprache. „Sie hat die Pest, den Landshuter Erbfolgekrieg und zwei Weltkriege überstanden. Jetzt besteht durch die Pläne in Berlin das Risiko, dass wir zurückbauen müssen.“ 

Die Wasserkraft werde von der Bundesregierung als Bösewicht dargestellt und dafür verantwortlich gemacht, dass der angestrebte Gewässerzustand nicht erreicht sei. „Die Wasserrahmenrichtlinie - das Regelwerk, das sicherstellt, dass Gewässer geschützt sind - ist erfüllt“, stellte Schweiger mit Nachdruck fest. Auf 12 Kilometer Länge des Flusses Dorfen befinden sich sieben kleine Wasserkraftanlagen. „Der Gewässerzustand ist in einem guten ökologischen Zustand, wie uns das Bayerische Landesamt für Umwelt bestätigt hat“, bekräftigte Schweiger. 

Die Wasserkraft, die zuverlässig, zeit- und wetterunabhängig Strom erzeugt, dient der Stabilität des Versorgungssystems und muss, wie alle anderen Erneuerbaren Energien ein überragendes öffentliches Interesse im EEG zuerkannt bekommen, forderte Schweiger. „Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz, das heißt Bezahlbarkeit – das ist das Zieldreieck, das erfüllt werden muss und die Wasserkraft trägt dazu bei.“ 

Der 95-jährige Franz Schweiger, sein Sohn Franz Schweiger junior, der das Unternehmen zusammen mit seinem Cousin Fritz Schweiger leitet, sowie Robert Schweiger, Großneffe des Seniors, der für das Daten- und Sicherheitsmanagement im Unternehmen zuständig ist, demonstrierten auf dem Tag der offenen Wasserkraft-Tür eindrücklich die generationenübergreifende Tradition des Familienbetriebes. 

„Bayern ist ein Wasserkraftland“ 

Viel Wertschätzung und Unterstützung erfuhr Familie Schweiger durch die Gäste aus der Politik und von Verbänden, darunter auch Detlef Fischer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW). „Wenn ich den Energieversorger vor Ort habe, brauche ich nicht den Strom aus dem Norden. Eine Stromautobahn aus dem Norden in den Süden ist definitiv nicht ökologischer als die Wasserkraft“, betonte Bernhard Mücke, erster Bürgermeister von Oberding/Schwaig, in seinem Grußwort. „Bayern ist ein Wasserkraftland, die Wasserkraft muss erhalten bleiben.“ Die Anlagenbetreiber würden zudem viel Müll aus den Gewässern fischen, ein Aspekt, der häufig verschwiegen werde. 

„Wenn das durchgeht, gleicht es einem Berufsverbot“, kritisierte Benno Zierer, Mitglied des Bayerischen Landtages, mit Blick auf den Gesetzesentwurf. Der gesunde Mittelstand breche weg, so seine Befürchtung. Laut Grundgesetz müsse der Staat für die Energieversorgung sorgen. „Die Wasserkraft darf nicht als Störfaktor betrachtet werden, sondern als Ergänzung zum Wohlbefinden in dem Land.“ Seit dem 24. Februar 2022, dem Beginn des Krieges in der Ukraine, sei ein weiterer Grund für die Energiewende noch offensichtlicher. „Wir müssen weg von Öl und Gas“, forderte Zierer. Dafür werden mehr von allen erneuerbaren Energien benötigt und nicht weniger.

Das E-Werk Schweiger betreibt fünf kleine Wasserkraftanlagen, mit denen circa 1.700 Haushalte mit durchschnittlichem Stromverbrauch versorgt werden können. Darüber hinaus hat der Betrieb Photovoltaikanlagen mit 6 Megawatt Leistung am Netz. „Niemand der Anwesenden konnte sich so richtig vorstellen, weshalb jetzt die Naturschützer und Umweltbehörden plötzlich mit einem großen Bagger kommen und ein frei fließendes Gewässer schaffen wollen: Zurück zur Ur-Natur“, sagt Fritz Schweiger rückblickend.

Gemeindewerke betreiben Wasserkraftanlagen 

In Ismaning bei München hatten die Gemeindewerke Ismaning (GWi) eingeladen. „Der Tag zur offenen Türe war gut besucht mit vielen interessierten Bürgern“, berichtet Robert Grüner zufrieden. 

In Ismaning, einer Gemeinde mit 18.000 Einwohnern, geht der Standort der Wasserkraftanlage auf das Jahr 1906 zurück. Früher stand hier ein Bauernhof mit einer Mühle und einer Säge. Heute ist dort das kommunale Kultur- und Bildungszentrum „Seidl-Mühle“ zu finden. Die Gemeindewerke Ismaning betreibt hier seit 13 Jahren eine Wasserkraftanlage mit maximal 30 Kilowatt Leistung und Volleinspeisung im Seebach, seit neun Jahren eine weitere Anlage mit maximal 18 Kilowatt Leistung am Goldachhof, ein denkmalgeschützter Gutshof im Erdinger Moos. 

Eine dritte Anlage ist in Planung. Sie würde die Durchgängigkeit auf der Gewässerstrecke wieder ermöglichen, die durch den Umbau des Baches zu einem Kanal - um das Jahr 1910 - verloren gegangen war. Für die GWi ist die Wasserkraft eine Säule in der möglichst unabhängigen, klimaschonenden Energieversorgung. Neben Stromerzeugungsanlagen betreiben sie auch eine Tiefengeothermieanlage für die Wärmeversorgung der Gemeinde.

Den Tag der Wasserkraft des Klostermühlenmuseums Thierhaupten im Landkreis Augsburg besuchten etwa 60 Personen. Das Museum will die weiteren Jubiläumstage dafür nutzen, auf die kleine Wasserkraft aufmerksam zu machen. 

Die Tage der Wasserkraft sind eine gemeinsame Aktion der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. und des Landesverbandes Wasserkraftwerke in Bayern (LVBW) eG. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die Unterstützung aus der Bevölkerung und der Kommunalpolitik. Bleibt zu hoffen, dass auch die Politik in Berlin die guten und wichtigen Argumente für die kleine Wasserkraft anerkennt und in der EEG-Novelle entsprechend berücksichtigt“, sagt Hermann Steinmaßl, stellvertretender Vorsitzender der VWB.

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Bayerische Wasserkraftverbände unterstützen bundesweite Protestaktion

36 Verbände protestieren mit einer gemeinsamen Erklärung an die Bundesregierung gegen die geplanten Verschlechterungen für die kleine Wasserkraft im EEG 2023 

VWB und LVBW begrüßen Bekenntnis der Bayerischen Staatsregierung zur kleinen Wasserkraft im Bayerischen Energieplan 

München / Regensburg, 18. Mai 2022. Zusammen mit 34 weiteren Landes- und Bundesverbänden aus der Energie- und Wasserwirtschaft haben die Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. und der Landesverband Bayerischer Wasserkraftverbände (LVBW) eG eine Erklärung an die Bundesregierung eingereicht. Darin wehren sie sich gegen die geplante existenzbedrohende Benachteiligung von Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) 2023 und fordern die Streichung der umstrittenen Neuregelungen. 

Die Erklärung „Keine Diskriminierung der Wasserkraft im EEG 2023“, die in einer Kurz- und einer Langfassung vorliegt, wurde vom Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) und dem Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) initiiert. „Wir tragen die Erklärung zu einhundert Prozent mit“, betont Fritz Schweiger, Vorsitzender der VWB. „Über 50 Prozent der Wasserkraftanlagen, die betroffen wären, befinden sich in Bayern. Wir sind nicht bereit, den wirtschaftlichen Schaden für Tausende von mittelständischen Betrieben und den Verlust von rund einer Milliarde CO2-freiem Strom aus Wasserkraft pro Jahr einfach hinzunehmen.“ Hans-Peter Lang, Vorsitzender der LVBW, ergänzt: „Die geplanten Änderungen sind unter keinem sachlichen Gesichtspunkt zu rechtfertigen. Der Schaden, den sie den Standorten zufügen würden, ist umso größer.“ 

In dem aktuellen Gesetzesentwurf zum EEG 2023 plant das Bundeskabinett die ersatzlose Streichung für die Förderung kleiner Wasserkraftanlagen bis zu 500 Kilowatt Leistung. Weiterhin soll der Erhalt der EEG-Vergütung an sogenannte wasserwirtschaftliche Vorgaben geknüpft und der Ausbau der Wasserkraft – im Gegensatz zur Wind- und Solarenergie – nicht im überragenden öffentlichen Interesse stehen. 

Die EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien bezieht ausdrücklich auch kleine Anlagen in das Gesamtkonzept einer Förderung Erneuerbarer Energien mit ein. Dabei wird die Wasserkraft weder als Ganzes noch werden Anlagen unterhalb einer bestimmten installierten Leistung ausgenommen. Auch kleinere Wasserkraftanlagen bieten durch ihre dezentralen Erzeugungsstrukturen auf lokaler Ebene Versorgungssicherheit. Allein die Menge des erzeugten Stroms (die Quantität) ist nicht der alles entscheidende Faktor. Vielmehr sind qualitative Eigenschaften wie die Planbarkeit, Grundlastfähigkeit und Netzstabilisierung weitere entscheidende Aspekte. Die Energiewende verlangt eine Diversifizierung und Dezentralisierung der Erzeugungsstrukturen, inklusive der Wasserkraft. 

Die Unterzeichner der Erklärung erheben deshalb die Forderung, 

  • das überragende öffentliche Interesse auch für die Wasserkraft anzuerkennen,
  • die unnötigen Verknüpfungen von Förder- (EEG) und Fachrecht (WHG) inklusive der zusätzlichen Sanktionsregelungen rückgängig zu machen,
  • den Förderstopp für kleine Wasserkraftanlagen (< 500 kW) komplett zu revidieren,
  • und stattdessen die Modernisierung von Bestandsanlagen und den gewässerverträglichen Aus- und Neubau an bereits bestehenden Querbauwerke zu fördern.

Unterstützung von Seiten der Bayerischen Staatsregierung 

„So wenig, wie wir die Pläne der Bundesregierung nachvollziehen können – vor allem angesichts des dringend notwendigen Klimaschutzes und des Krieges in der Ukraine -, umso mehr begrüßen wir die Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung“, sagt Fritz Schweiger von der VWB.

Vor dem „Hintergrund der energiepolitischen Herausforderungen und in Verantwortung für die Menschen und Wirtschaft im Freistaat“ hat der Bayerische Ministerrat in der Kabinettssitzung am 17. Mai 2022 den Bayerischen Energieplan beschlossen. Darin heißt es, dass die Wasserkraft traditionell fest zum bayerischen Energiemix gehöre und dies auch so bleiben solle. Um das gesamte Potential der Wasserkraft noch besser auszuschöpfen, sei aber vor allem der Bund gefordert. Die Ungleichbehandlung der Wasserkraft im Osterpaket müsse aufgehoben werden. Der Wegfall der Förderung kleiner Wasserkraftanlagen bis 500 kW gefährde den Weiterbetrieb von rund 4.000 Wasserkraftanlagen in Bayern. Das Kabinett fordert zudem eine bessere Vergütung für kleine Wasserkraftanlagen anstelle einer pauschalen Aufhebung der Förderung.

Diese Verbände und Organisationen (in alphabetischer Reihenfolge) unterstützen die Erklärung: 

• Arbeitsgemeinschaft Hessischer Wasserkraftwerke

• Arbeitsgemeinschaft Mühlenstraße Oberschwaben e.V.

• Arbeitsgemeinschaft Thüringer Wasserkraftwerke e.V.

• Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e.V. (AWK BW)

• Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Niedersachsen und Schleswig-Holstein e.V.

• Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke NRW e.V.

• Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Rheinland-Pfalz u. Saar e.V.

• Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V.

• Bayerischer Müllerbund e.V.

• Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) e.V.

• Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)

• EUROSOLAR e.V.

• Großabnehmerverband Energie Baden-Württemberg e.V.

• Hessischer Landesverein zur Erhaltung und Nutzung von Mühlen e.V.

• Interessengemeinschaft Wasserkraft Baden-Württemberg e.V.

• Interessengemeinschaft Wasserkraft Fulda/Rhön

• Interessengemeinschaft Wassernutzung NRW

• Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke eG

• Landesverband Erneuerbare Energie Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

• Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt e.V.

• Landesverband Erneuerbare Energien Hessen (LEEH) i.G.

• Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen-Bremen e.V.

• Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.

• Landesverband Erneuerbare Energien Sachsen e.V.

• Mitteldeutscher Müllerbund e.V.

• Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.

• Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V.

• Rheinisches Mühlen-Dokumentationszentrum e.V. (RMDZ)

• Sächsischer Mühlenverein e.V.

• Sächsischer Müllerbund

• Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V.

• VEE Sachsen e.V.

• Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. – VBEW

• Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg e.V. – VfEW

• Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V.

• Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.

 

Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung: 

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 17. Mai 2022

https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-17-mai-2022/ 

 

Weitere Informationen: 

Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern: www.wasserkraft-bayern.de  

Landesverband Wasserkraftwerke in Bayern (LVBW) eG: www.lvbw-wasserkraft.de  

Zukunft Strom - gemeinsam mit der Wasserkraft

Ende Mai laden Betreiber von Wasserkraftanlagen in ganz Bayern zu einem Tag der offenen Tür ein ++ Gemeinsam für die sichere, saubere und regionale Energieerzeugung aus Wasserkraft 

München / Regensburg, 18. Mai 2022. „Zukunft Strom - gemeinsam mit der Wasserkraft“: So lautet das Motto der „Tage der Wasserkraft“ Ende Mai in Bayern. Mit Start an Christi Himmelfahrt am 26. Mai 2022 öffnen bis Ende des Monats rund 20 Betreiber von Wasserkraftanlagen an jeweils einem Tag ihre Tore. Die meisten Veranstaltungen finden am Samstag, den 28. Mai 2022, statt. Die Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, in ihrer Region eine Wasserkraftanlage zu besichtigen und in Vorträgen mehr über die klimaschonende Technologie und ihre Bedeutung für eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung zu erfahren. Bei zahlreichen Tagen der Wasserkraft werden Gäste aus der Politik Grußworte sprechen, häufig runden kulinarische Angebote die Veranstaltung ab. Die Tage der Wasserkraft sind eine gemeinsame Aktion der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V und des Landesverbandes Wasserkraftwerke in Bayern (LVBW) eG. 

Grußworte aus der Politik, Vorträge und Besichtigungen 

Ein Beispiel ist der Tag der offenen Tür beim Säge- und Hobelwerk Mitterfelner am Samstag, 28. Mai 2022, ab 10 Uhr in Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau. Nach einem Grußwort und politischen Bericht des Bundestagsabgeordneten Max Straubinger wird Otto Mitterfelner, Vorstandsmitglied des LVBW, in einem Vortrag über die älteste regenerative Technologie im Freistaat informieren sowie die Funktionsweise und Bedeutung der Wasserkraft für die Energiewende und den Klimaschutz erläutern. Auf einem Rundgang besichtigen die Besucherinnen und Besucher anschließend die Wasserkraftanlage und haben in der abschließenden Diskussionsrunde Gelegenheit, mitzudiskutieren. 

Ein anderes Beispiel ist der „Tag der offenen Wasserkraft-Tür“ am Samstag, 28. Mai 2022, im E-Werk Schweiger in Schwaig/Oberding im Landkreis Erding. Der bunte Tag beginnt um 10 Uhr mit Grußworten und Freibier. Bernhard Mücke, Erster Bürgermeister der Gemeinde Oberding, hat bereits sein Kommen zugesagt, ebenso mehrere Gemeinderäte. Anschließend sind die Gäste zu Führungen im Wasserkraftwerk und in der Schaltwarte eingeladen. Gelegenheit zum Austausch und für Fragen gibt es auf dem Rundgang und während der Brotzeit ab 12 Uhr. 

Das Klostermühlenmuseum in Thierhaupten im Landkreis Augsburg öffnet am Sonntag, 29. Mai, von 13 bis 18 Uhr seine Tore. Unter dem Motto „Historische Wasserkraftnutzung - ein Einblick im Klostermühlenmuseum“ erläutert das Museumsteam auf Kurzführungen die Jahrhunderte alte Wasserkraftnutzung als Antrieb für die verschiedensten Mühlentypen, ebenso wie die heutige museale Nutzung und Gewinnung von elektrischem Strom. 

Das Wasserrad des Museums, das Ende des 19. Jahrhunderts in die ehemalige Getreidemühle eingebaut wurde, ist bis heute in Betrieb. Andere Veranstalter haben unter anderem geführte Uferrundgänge, Führungen im Sägewerk und einen Turbinenkaffee angekündigt. 

Existenz kleiner Wasserkraftanlagen bedroht 

Die Tage der Wasserkraft finden vor dem Hintergrund der geplanten Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 statt. In dem Gesetzesentwurf sind drastische Verschlechterungen für Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung und eine Benachteiligung der Wasserkraft gegenüber allen anderen Erneuerbare Energien-Technologien geplant. Sollten die Pläne ab Januar 2023 umgesetzt werden, stünde die Existenz zahlreicher Wasserkraftanlagen auf dem Spiel. „Wir laden unsere Mitbürgerinnen und –bürger herzlich ein, sich selbst ein Bild von der Wasserkraft zu machen und uns in unserem Bemühen für angemessene Förder- und Betriebsbedingungen zu unterstützen“, sagt Hermann Steinmaßl, stellvertretender Vorsitzender der VWB. 

Die teilnehmenden Anlagen finden Sie in nachfolgendem pdf-Dokument

 

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Tage der Wasserkraft in Bayern

Unter dem Motto „Zukunft Strom – gemeinsam mit der Wasserkraft“ öffnen Anlagenbetreiber in ganz Bayern Ende Mai ihre Tore 

München, 10. Mai 2022. Zu einem Tag der Wasserkraft laden zahlreiche Wasserkraftbetreiber in ganz Bayern ein. Mit einem bunten Programm aus Informationen rund um die klimaschonende Energieerzeugung aus Wasserkraft, Grußworten, Unterhaltung für die ganze Familie und kulinarischen Angeboten öffnen sie an einem Tag zwischen dem 27. und 29. Mai 2022 ihre Tore. Die Tage der Wasserkraft finden auf Initiative der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) statt. „Die Wasserkraft ist die älteste erneuerbare Energie in Bayern und liefert bis heute einen wichtigen Beitrag zur sicheren Stromversorgung im Freistaat“, sagt Hermann Steinmaßl, stellvertretender Vorsitzender der VWB. Alle teilnehmenden Anlagen werden zeitnah auf der Website www.wasserkraft-bayern.de veröffentlicht.

Ein Beispiel ist der „Tag der offenen Wasserkraft-Tür“ am Samstag, 28. Mai 2022, im E-Werk Schweiger im Landkreis Erding. Der bunte Tag beginnt um 10 Uhr mit Grußworten und Freibier. Anschließend sind die Gäste zu Führungen im Wasserkraftwerk und in der Schaltwarte eingeladen. Seit mehreren Generationen ist die Anlage im Besitz der Familie Schweiger und verbindet Erfahrung aus der langen Tradition mit moderner, zukunftsweisender Innovation. Gelegenheit zum Austausch und für Fragen gibt es auf dem Rundgang und während der Brotzeit ab 12 Uhr. Die Veranstaltung endet gegen 15 Uhr.

Auch das Klostermühlenmuseum im Landkreis Augsburg öffnet extra für diesen Aktionstag am Sonntag, 29. Mai, seine Tore und stellt auf Kurzführungen das historische Wasserrad sowie die Wasserkraftnutzung früher und heute vor. Andere Veranstalter haben geführte Uferrundgänge und einen Turbinenkaffee angekündigt.

Die Tage der Wasserkraft haben allerdings auch einen ernsten Hintergrund. Aktuell ist die Bundesregierung dabei, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu überarbeiten. Für Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung sind darin deutliche Verschlechterungen und eine starke Benachteiligung gegenüber anderen regenerativen Technologien vorgesehen. „Sollten die Pläne umgesetzt werden, stünde die Existenz von zahlreichen Anlagen auf dem Spiel“, sagt Fritz Schweiger, Vorsitzender der VWB. „Wir werden zeigen, dass die rund 3.900 Anlagen in Bayern einen wertvollen Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt leisten.“ 

Auch die Bayerische Staatsregierung hat bei ihrer Kabinettssitzung vom 26. April 2022 festgestellt, dass die aktuell geplanten Maßnahmen den Fortbestand der Kleinen Wasserkraft im Freistaat bedrohen. 

Die Staatsregierung hat deshalb im Bundesrat entsprechende Korrekturen vorgeschlagen. „Auf den Tagen der Wasserkraft werden wir über diese Szenarien informieren. Mit der Unterstützung unserer Besucherinnen und Besucher möchten wir diese Informationen an die politischen Entscheidungsträger im Deutschen Bundestag herantragen. Denn wir brauchen von allen Erneuerbaren Energien mehr“, sagt Hermann Steinmaßl.

BDW-Stellungnahme zum Gesetzentwurf der EEG-Novelle 2023 vom 6.4.2022: EEG-Förderstopp bedeutet „Aus“ der Kleinen Wasserkraft

Rolle rückwärts beim Klimaschutz: Millionen kWh CO2-freie, verlässlich verfügbare, flexibel regelbare und netzdienliche Stromerzeugung aus Wasserkraft werden zurückgebaut ++ Gesetzentwurf des Klimaschutzministeriums zur EEG-Novelle 2023 zerstört die Kleine Wasserkraft ++ Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung fallen künftig aus der EEG-Vergütung ++ Kein übergeordnetes öffentliches Interesse für die Wasserkraft ++ Bei Umsetzung droht Rückbau der Kleinen Wasserkraft

„Jede kWh Erneuerbare Energie zählt!“ – nur nicht die aus Wasserkraft?

Zu verschiedenen Anlässen der vergangenen Wochen hat Bundesminister Robert Habeck zu Recht auf die gigantische Herausforderung des zur Bekämpfung des Klimawandels so dringend erforderlichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien hingewiesen. Dazu sei jede Kilowattstunde Erneuerbare Energie notwendig und alle Technologien gefordert, ihren Beitrag zu leisten. Die aktuelle sicherheitspolitische Krise verschärft diese Erkenntnis zusätzlich, da wir in hohem Maße abhängig von Importen fossiler Energieträger sind. Die Bedeutung heimischer Versorgungssicherheit und bezahlbarer Energie wird auf dramatische Weise wieder ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Angesichts dieser Situation verbietet es sich, die heimischen Erneuerbaren einzuschränken. Aber genau das würde eine Umsetzung des am 6.4.2022 von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurfes zur Novellierung des EEG 2023 und weiterer Gesetze für die Wasserkraft bewirken! Es ist geradezu paradox, dass nun ausgerechnet die stetig verfügbare, flexibel regelbare, netzstabilisierende und der Versorgungssicherheit dienende Wasserkraft ausgebremst, schon mittelfristig zurückgebaut und damit langfristig zerstört werden soll. Das absolute Gegenteil ist erforderlich: Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, die Wasserkraft zu erhalten und zu unterstützen, damit sie ihre vielfältigen Vorteile für das zukünftig auf 100% Erneuerbaren beruhende Energiesystem entfalten kann. 

EEG-Gesetzentwurf zerstört die Kleine Wasserkraft, anstatt sie zu fördern

Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf der EEG-Novelle 2023 hat zu großer Bestürzung darüber geführt, dass die Rahmenbedingungen für die Wasserkraft derartig verschlechtert werden sollen, dass schon mittelfristig eine bestehende, absolut klimafreundliche, leistungsfähige und hoch-effiziente Infrastruktur zur Energieerzeugung zerstört wird. So werden mit der Änderung in § 40 Absatz 2 Satz 1 EEG 2023 sowohl zu ertüchtigende Bestandsanlagen als auch neugebaute kleine Wasserkraftanlagen mit einer installierten Leistung bis 500 kW mit Inkrafttreten des EEG 2023 künftig von der EEG-Vergütung ausgeschlossen. Dies bedeutet nicht weniger als einen künftigen EEG-Förderstopp für die kleine Wasserkraft. Betroffen wären schon mittelfristig rd. 90% der insgesamt 7.300 Wasserkraftanlagen in Deutschland, die in die Anlagenklasse bis 500 kW Leistung fallen. Ohne Zukunftsperspektive würden diese Anlagen nicht modernisiert oder neu gebaut, sondern zurückgebaut. Jedes Jahr würden damit zig Millionen Kilowattstunden CO2-freier Strom aus Wasserkraft verloren gehen. Begründet wird der Förderstopp dabei mit den angeblich „besonderen gewässerökologischen Auswirkungen“ der kleinen Wasserkraft. Dies ist jedoch nicht stichhaltig, da Wasserkraftanlagen schon nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) mit der Einhaltung der Anforderungen aus den §§ 33-35 ihre ökologische Verträglichkeit nachweisen. 

 

Öffentliches Interesse für Erneuerbare Energie „ja“ - aber nicht für die Wasserkraft!?

Dass die bisherigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Wasserkraft mit dem Förderstopp für die kleine Wasserkraft nun dramatisch verschlechtert werden sollen, kommt darüber hinaus auch darin zum Ausdruck, dass der Wasserkraft im Gegensatz zu allen anderen Erneuerbaren das im Gesetzentwurf in § 2 EEG 2023 gerade neu verankerte übergeordnete öffentliche Interesse mit einer Ergänzung in § 31 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) direkt wieder abgesprochen wird. Das ist vollkommen unbegründet und stellt eine einseitige Diskriminierung der Wasserkraft dar. Die aktuelle Ukraine-Krise macht doch gerade überdeutlich, wie wichtig eine eigenständige, stabile und krisensichere heimische Energieversorgung für uns ist. Dabei kann gerade die Wasserkraft hier einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. 

Verknüpfung von Förder- und Fachrecht baut unnötige zusätzliche Hürden auf

Darüber hinaus wird die mit dem EEG 2014 aus guten Gründen abgeschaffte Verknüpfung des Förderrechts mit dem Fachrecht (WHG) wieder eingeführt und mit weitreichenden Sanktionsregelungen zusätzlich verschärft. So wird mit der Änderung von § 40 Absatz 2 und 4a EEG 2023 die Vergütung von Strom aus Wasserkraft mit der Einhaltung der §§ 33-35 WHG in Verbindung gebracht. Künftig soll eine entsprechende wasserbehördliche Bescheinigung auch bei nicht zulassungspflichtigen Ertüchtigungsmaßnahmen erforderlich werden. Zudem soll künftig auch nach erfolgter Genehmigung und während des laufenden EEG-Vergütungszeitraums bei modernisierten oder auch neu errichteten Anlagen die laufende Vergütung gestrichen werden können.

EEG-Gesetzentwurf ist ein Desaster – Wasserkraft braucht Unterstützung statt Abschaffung!

Diese Änderungen im Gesetzentwurf sind absolut kontraproduktiv im Sinne der klima- und energiepolitischen Zielerreichung und müssen dringend wieder gestrichen werden. Denn gerade die stetig verfügbare und netzstabilisierende Wasserkraft liegt im übergeordneten öffentlichen Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit. Die Einhaltung der §§ 33-35 WHG ist fachrechtlich hinlänglich geregelt, inklusive empfindlicher Sanktionsmöglichkeiten und bedarf keiner zusätzlichen Verknüpfung mit dem EEG. Zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele müssen Anreize für Investitionen in die Ertüchtigung und den Neubau von Wasserkraftanlagen gesetzt werden, anstatt einen Förderstopp auszurufen. Die Ausnahme kleiner Wasserkraftanlagen <500 kW Leistung von der EEG-Vergütung gemäß § 40 EEG 2023 Absatz 1 muss dringend wieder rückgängig gemacht werden. Stattdessen wird empfohlen, eine neue Vergütungsklasse für Wasserkraftanlagen <100 kW einzuführen, deren Wirtschaftlichkeit mit einer kostendeckenden Vergütung von 19,5 €-Cent/kWh herzustellen und die Degression der Vergütung nach Absatz 5 zu streichen. Ziel muss es sein, den Anlagenbestand zu sichern und die Potenziale zur Leistungserhöhung durch die Modernisierungdes Bestands und den ökologisch verträglichen Ausbau an bereits bestehenden Stauanlagen zu heben. Denn „jede Kilowattstunde Erneuerbare Energie wird benötigt“, gerade auch die dezentrale, flexible, netzstabilisierende, insel-, notstrom- und schwarzstartfähige Stromerzeugung aus Wasserkraft.

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Klimaschutzministerium zerstört mit EEG 2023 die kleine Wasserkraft

Anlagen bis 500 Kilowatt Leistung sollen künftig aus EEG-Vergütung fallen ++ Gesetzentwurf führt zu weiter steigenden Strompreisen ++ Günstige Erzeugung stabiler Wasserkraft muss mit teuren Kohle- und Gaskraftwerken ersetzt werden ++ Bei zu erwartendem Anlagenrückbau fallen jedes Jahr zig Millionen Kilowattstunden CO2-freier, importunabhängiger Strom weg

Berlin, 6. April 2022. „Das Worst-Case-Szenario für die kleine Wasserkraft ist eingetreten“, kommentiert Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW), den Gesetzentwurf zum Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) 2023, der heute vom Kabinett verabschiedet wurde. „Wenn dies so umgesetzt wird, bekommen künftig rund 90 Prozent der 7.300 Wasserkraftanlagen in Deutschland keine Einspeisevergütung mehr. Ohne Zukunftsperspektive werden diese Anlagen nicht modernisiert, sondern zurückgebaut. So gehen jedes Jahr zig Millionen Kilowattstunden CO2-neutraler Strom aus Wasserkraft verloren“. In Anbetracht des Klimaschutzes, der Energie- und Versorgungssicherheit wie auch einer höheren Importunabhängigkeit sei dies ebenso unverständlich wie kontraproduktiv. 

In dem Gesetzentwurf ist vorgesehen, dass mit Inkrafttreten des EEG 2023 neue und modernisierte Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung keine Einspeisevergütung mehr erhalten. „Nicht nur wurde keine unserer Änderungsvorschläge zum Referentenentwurf aufgenommen, sondern schlimmer noch, diese branchenvernichtende Ergänzung wurde offenbar in letzter Minute bei der Ressortabstimmung mit dem Bundesumweltministerium (BMUV) hereingenommen“, fährt Lang fort. „Das BMUV hat sich hierbei von Lobby- und Interessengruppen leiten und instrumentalisieren lassen.“

Als Begründung heißt es aus dem Klimaschutzministerium, dass kleine Wasserkraftanlagen gewässerökologisch nicht verträglich seien. „Dies ist nicht haltbar“, betont Lang. „Allein schon nach dem Wasserhaushaltsgesetz müssen wir die ökologische Verträglichkeit nachweisen. Sie ist also gegeben! Die Begründung ist nicht stichhaltig und aus rein ideologischen Gründen nach der Verbändeanhörung kurzfristig durch die Hintertür aufgenommen worden.“ 

Günstiger Strom aus kleiner Wasserkraft für Klimaschutz und Energiesicherheit 

Jede Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft senkt den Energieimportbedarf, führt zu einer Reduktion der Strompreise und nützt dem Klimaschutz. Die Energie aus Wasserkraft ersetzt Strom aus Kohle, Atomkraft und Gas. „Die Bürger ächzen unter hohen Strompreisen und die Bundesministerien wollen die stabile und günstige Stromerzeug aus Wasserkraft zerstören, das kann man keinem Bürger verständlich machen“, kritisiert Lang. 

Auf Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, werfe dieses Vorhaben kein gutes Licht, fährt Lang fort. „Gerade gestern hat er in der Fernsehsendung Kontraste wieder erklärt, dass jede Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien zählt, wie schon so oft. Und einen Tag später wollen er und sein Ministerium eine etablierte Branche, die stabilen, CO2-freien, netzdienlichen und kostengünstigen Strom erzeugt, auslöschen.“ 

Aktuell sind im Bundesgebiet insgesamt rund 7.300 Wasserkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 5,6 Gigawatt in Betrieb. Der Stromertrag liegt bei rund 20 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr, das entspricht etwa 55 Millionen Kilowattstunden pro Tag. Die Anlagen sparen jedes Jahr rund 15 Millionen Tonnen CO2 ein.

 

Hintergrundinformation:

Pressemitteilung BDW (01.04.22)

„Anspruch und Wirklichkeit in der Energiepolitik klaffen weit auseinander“

https://www.wasserkraft-deutschland.de/fileadmin/PDF/Stellungnahmen/220401_PM_BDW_Fru__hwarnstufe_Notfallplan_Gas.pdf 

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Pressemitteilung - BDW-Stellungnahme zum EEG-Referentenentwurf: Einseitige Diskriminierung der Wasserkraft ist falsches Signal (14.03.22) 

https://www.wasserkraft-deutschland.de/fileadmin/PDF/Stellungnahmen/20220314_BDW-Stellungnahme_Referentenentwurf_EEG-Novelle-2023_vfinal.pdf 

 

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„Anspruch und Wirklichkeit in der Energiepolitik klaffen weit auseinander“

Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) kritisiert Diskrepanz zwischen Aussagen von Bundesminister Robert Habeck und Plänen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zur Sicherung der Stromversorgung ++ Geplante Benachteiligung der Wasserkraft im EEG 2023 gefährdet wertvollen Beitrag zur Grundlastsicherung und CO2-Reduktion durch langjährig bestehende Anlagen 

Berlin, 1. April 2022. Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) konstatiert eine erhebliche Diskrepanz in den Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und den tatsächlichen Plänen und Handlungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zur Sicherung der Energieversorgung und der Energiewende. „Robert Habeck ruft alle auf, Energie zu sparen und betont, wie wichtig jede Kilowattstunde Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen ist. Die Wasserkraft wird aber hintenangestellt. Falls die EEG-Novelle für 2023 so umgesetzt wird, wie es in dem im eigenen Haus entwickelten Referentenentwurf aktuell geplant ist, droht die Wasserkraft massiv zurückgebaut zu werden“, sagt Hans-Peter Lang, Präsident des BDW, und ergänzt: „Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Anspruch und Wirklichkeit in der Energiepolitik klaffen hier weit auseinander.“ 

Aktuell erzeugen Wasserkraftanlagen in Deutschland jeden Tag im Schnitt rund 55 Millionen CO2-freie Kilowattstunden Strom, dies zudem verlässlich, flexibel regelbar und netzstabilisierend. Trotzdem soll dieser Technologie laut Referentenentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 - anders als den anderen regenerativen Energien - das übergeordnete öffentliche Interesse abgesprochen werden. Dies ist eine einseitige Diskriminierung der Wasserkraft und würde zu einer gravierenden Benachteiligung zum Beispiel in Genehmigungsanträgen für effizienzsteigernde Modernisierungsmaßnahmen führen, erklärt Lang. Für viele kleine, seit Jahrzehnten bestehende Wasserkraftanlagen wäre bei Umsetzung dieser Pläne der Weiterbetrieb gefährdet. 

Versorgungssicherheit nur mit Wasserkraft 

„Gerade hat das BMWK in der Pressemitteilung zum Ausrufen der Frühstufe des Notfallplans Gas erklärt, dass die Bundesregierung alles tue, um die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter zu gewährleisten“, erläutert Lang. Zudem sei jeder Gasverbraucher – von der Wirtschaft bis zu Privathaushalten gehalten, seinen Energieverbrauch so gut wie möglich zu reduzieren. „Wir verstehen den Appell vor dem Hintergrund eines möglichen Lieferstopps von Erdgas aus Russland, aber es ist uns schleierhaft, weshalb parallel dazu die Rahmenbedingungen für die Wasserkraft gravierend verschlechtert werden sollen“, betont Lang. Jede Kilowattstunde Strom aus Wasserkraftanlagen, die wegfiele, müsste mit Gas zur Stromerzeugung in Gaskraftwerken ersetzt werden. 

„Klimaschutz, Energiewende und die schon lang bekannte, nun aber immer offensichtlichere Notwendigkeit von mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung erfordern Strom aus allen erneuerbaren Energien, auch der Wasserkraft beziehungsweise gerade der Wasserkraft, denn als nicht-volatile Technologie trägt sie stabil und kalkulierbar zur Grundlastsicherung bei.“ 

Sichere und klimaschonende Energieerzeugung mit Wasserkraftanlagen 

Was auf dem Spiel steht und welches Potenzial die Wasserkraft bietet, macht Lang mit folgenden Zahlen deutlich: Aktuell sind im Bundesgebiet rund 7.300 Wasserkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 5,6 Gigawatt in Betrieb. „Der Stromertrag liegt bei rund 20 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr, so dass wir von rund 55 Millionen Kilowattstunden pro Tag ausgehen können“, erläutert Lang. 2019 lag der Anteil der Wasserkraft an der Stromversorgung in Deutschland bei rund 3,5 Prozent, bezogen auf den Strom aus regenerativen Anlagen lag er bei 8,3 Prozent. Die Anlagen sparen jedes Jahr rund 15 Millionen Tonnen CO2 ein.

BDW fordert Gleichbehandlung der Wasserkraft 

„Anstatt per Gesetz zu bewirken, dass der Anteil geschmälert wird, sollte lieber dafür gesorgt werden, dass die Stromerzeugung aus Wasserkraft gesichert und durch die Förderung von Modernisierungsmaßnahmen gesteigert wird“, fordert der BDW-Präsident. 

„Wenn Robert Habeck betont, dass er den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen und die Energieversorgung sichern will, dann sollte sein Ministerium nicht parallel daran arbeiten, die Wasserkraft-Branche zu beschädigen und im EEG 2023 extrem zu benachteiligen“, resümiert Hans-Peter Lang. „Was wir brauchen, ist eine Gleichbehandlung der Wasserkraft mit den anderen erneuerbaren Energien, die sich unter anderem im gesetzlich fixierten übergeordneten öffentlichen Interesse äußert.“ Denn in einem sei man sich einig, so Lang abschließend: „Jede Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien zählt!“ 

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BDW-Stellungnahme zum EEG-Referentenentwurf: Einseitige Diskriminierung der Was-serkraft ist falsches Signal

Aktuelle sicherheits- und energiepolitische Krise verdeutlicht Notwendigkeit aller Erneuerbarer Energien +++ Rahmenbedingungen für die Wasserkraft verschlechtern sich +++ EEG-Referentenentwurf stößt auf Unverständnis 

Noch in der Pressekonferenz zur Eröffnungsbilanz hat Bundesminister Robert Habeck zu Recht auf die gigantische Herausforderung des zur Bekämpfung des Klimawandels so dringend erforderlichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien hingewiesen. Dazu sei jede Kilowattstunde Erneuerbare Energie notwendig und alle Technologien gefordert, ihren Beitrag zu leisten. Die aktuelle sicherheitspolitische Krise verschärft diese Erkenntnis zusätzlich, da wir in hohem Maße abhängig von Importen fossiler Energieträger sind. Die Bedeutung heimischer Versorgungssicherheit und bezahlbarer Energie wird auf dramatische Weise wieder ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Angesichts dieser Situation verbietet es sich, die heimischen Erneuerbaren einzuschränken. Aber genau das würden die Änderungsvorschläge des Referentenentwurfs zur Novellierung des EEG 2023 und weiterer Gesetze für die Wasserkraft bewirken! Es ist geradezu paradox, dass nun ausgerechnet die stetig verfügbare, flexibel regelbare, netzstabilisierende und der Versorgungssicherheit dienende Wasserkraft ausgebremst und in vielen Fällen sogar der Rückbau eingeleitet werden soll. Das absolute Gegenteil ist erforderlich: Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, die Wasserkraft zu unterstützen, damit sie ihre vielfältigen Vorteile für das Erneuerbare Energiesystem der Zukunft entfalten kann. 

EEG-Referentenentwurf schränkt die Wasserkraft unnötig ein, anstatt sie zu fördern

Die Auswertung des Referentenentwurfs hat mit Blick auf die Änderungsvorschläge im Bereich der Wasserkraft nicht nur zu Enttäuschung darüber geführt, dass die im Vorfeld übermittelten Empfehlungen des BDW nicht berücksichtigt wurden, sondern vielmehr große Bestürzung darüber ausgelöst, dass die Rahmenbedingungen für die Wasserkraft sogar verschlechtert werden sollen. Damit bleibt der Referentenentwurf weit hinter dem zurück, was angesichts der enormen klima- und energiepolitischen, aber auch der geopolitischen Herausforderungen und der darauf ausgerichteten ambitionierten Ziele der Bundesregierung eigentlich geboten ist. So muss zur Erreichung der Ziele der dringend erforderliche Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht nur stark forciert, sondern auch durch verlässlich verfügbare, regel- und speicherbare Technologien wie die Wasserkraft unterstützt werden. Dazu wird jede Kilowattstunde Erneuerbare Energie benötigt, gerade auch die dezentrale, flexible, netzstabilisierende, insel-, notstrom- und schwarzstartfähige Stromerzeugung aus Wasserkraft. 

Öffentliches Interesse für Erneuerbare Energie „ja“ - aber nicht für die Wasserkraft!?

Dass sich die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen nun sogar verschlechtern, kommt insbesondere darin zum Ausdruck, dass der Wasserkraft im Gegensatz zu allen anderen Erneuerbaren das im Referentenentwurf in § 2 EEG 2023 gerade neu verankerte übergeordnete öffentliche Interesse mit einer Ergänzung in § 31 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) direkt wieder abgesprochen wird. Das ist vollkommen unbegründet und stellt eine einseitige Diskriminierung der Wasserkraft dar. Die aktuelle Ukraine-Krise macht doch gerade überdeutlich, wie wichtig eine eigenständige, stabile und krisensichere heimische Energieversorgung für uns ist. Dabei kann gerade die Wasserkraft hier einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. 

Verknüpfung von Energie- und Fachrecht baut zusätzliche Hürden für Ertüchtigungsmaßnahmen auf

Darüber hinaus wird die mit dem EEG 2014 aus guten Gründen abgeschaffte Verknüpfung des Energierechts mit dem Fachrecht (WHG) wieder eingeführt und mit weitreichenden Sanktionsregelungen zusätzlich verschärft. So wird mit der Änderung von § 40 Absatz 2 und 4a EEG 2023 die Vergütung von Strom aus Wasserkraft mit der Einhaltung der §§ 33-35 WHG in Verbindung gebracht. Künftig soll eine entsprechende wasserbehördliche Bescheinigung auch bei nicht zulassungspflichtigen Ertüchtigungsmaßnahmen erforderlich werden. Zudem soll künftig auch nach erfolgter Genehmigung und während des laufenden EEG-Vergütungszeitraums bei modernisierten oder auch neu errichteten Anlagen die laufende Vergütung gestrichen werden können.

Änderungsvorschläge sind kontraproduktiv – Wasserkraft braucht Unterstützung statt Gängelung!

Diese Änderungsvorschläge sind absolut kontraproduktiv im Sinne der klima- und energiepolitischen Zielerreichung und müssen dringend wieder gestrichen werden. Denn gerade die stetig verfügbare und in den Versorgungsnetzen stabilisierend wirkende Wasserkraft liegt im übergeordneten öffentlichen Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit. Die Einhaltung der §§ 33-35 WHG ist fachrechtlich hinlänglich geregelt, inklusive empfindlicher Sanktionsmöglichkeiten und bedarf daher keiner zusätzlichen Verknüpfung mit dem EEG. Zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele müssen stattdessen die Anreize für Investitionen in die Ertüchtigung und den Neubau von Wasserkraftanlagen verbessert werden. Dazu wird die Empfehlung bekräftigt, in § 40 EEG 2023 Absatz 1 eine neue Vergütungsklasse für Wasserkraftanlagen <100 kW einzuführen, deren Wirtschaftlichkeit mit einer kostendeckenden Vergütung von 19,5 €-Cent/kWh herzustellen und die Degression der Vergütung nach Absatz 5 zu streichen. Ziel ist es, den Anlagenbestand zu sichern und die Potenziale zur Leistungserhöhung durch die Modernisierungdes Bestands und den ökologisch verträglichen Ausbau an bereits bestehenden Stauanlagen zu heben. Nur so wird die Wasserkraft ihre vielfältigen Vorteile in ein künftig auf 100% Erneuerbaren beruhendes Energiesystem einbringen können.

 

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„Wasserkraft zu nutzen, ist Gebot der Stunde“

Bayerische Wasserkraftverbände VWB und LVBW appellieren, Potenzial der Wasserkraft in Bayern zur klimaschonenden Stromerzeugung zu nutzen ++ Stromerzeugung mit Erneuerbare-Energien-Anlagen ist Daseinsvorsorge und übergeordnetes öffentliches Interesse.

München / Regensburg, 19. Januar 2022. Mit Blick auf den aktuellen Austausch zwischen Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, appellieren die Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. und der Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke (LVBW) eG, das Potenzial der seit über 100 Jahren bewährten und ausgereiften Wasserkraft-Technologie stärker zu berücksichtigen. „Die Wasserkraft hat bereits einen Anteil von über ein Drittel an den erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung im Freistaat“, betont VWB-Vorsitzender Fritz Schweiger. Durch Ertüchtigungs- und Modernisierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Steuerungsoptimierung durch die Digitalisierung von bestehenden Wasserkraftanlagen, könne ihr Beitrag zur Energieerzeugung mit überschaubarem Aufwand und ohne Eingriffe in die Natur noch um eine Milliarde Kilowattstunden erhöht werden. „Es ist ein Gebot der Stunde, die Wasserkraft zu nutzen“, appelliert Schweiger. Die VWB und der LVBW begrüßen daher den Vorstoß von Markus Söder, beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern neben Photovoltaik und Geothermie auch auf die Wasserkraft zu setzen.
 

Bildinformation:
Die Wasserkraft-Technologie ist seit über 100 Jahren erprobt und bewährt.
Foto: Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V.

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„Wasserkraft zu nutzen, ist nachhaltiges Wirtschaften“

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft   e. V., zu Gast auf der Jahreshauptversammlung der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VBW) ++ Hohe Bedeutung der Wasserkraft für Energiewende und Klimaschutz durch stabile, grundlastfähige und versorgungssichere CO2-freie Stromerzeugung 

München, 24. November 2021. Auf der Jahreshauptversammlung der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. am 19. November 2021 haben die Teilnehmer, darunter Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Bedeutung der Wasserkraft für die sichere Stromversorgung mit regenerativen Energien und den Klimaschutz unterstrichen. Brossardt referierte, ebenso wie Werner Kröger vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung. Aufgrund der Pandemie fand die Veranstaltung als Videokonferenz statt. 

„Wir freuen uns über die hochkarätigen Gäste auf unserer Jahreshauptversammlung“, sagt Fritz Schweiger, Vorsitzender der VWB. „Dies spiegelt die Bedeutung der Stromerzeugung aus Wasserkraft für die Energieversorgung im Freistaat wider.“  

                                                                                Bildunterschrift: Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.

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Wasserkraftanlagen stabilisieren mit Momentanreserve das Netz

Studie der RWTH Aachen untermauert Bedeutung von Wasserkraftanlagen für künftige Versorgungssicherheit ++ Wasserkraftwerke tragen auch nach Rückbau der Kern- und Kohlekraftwerke mit ihren Schwungmassen zur Netzstabilisierung bei ++ Lehrstuhl von Professor Albert Moser quantifiziert Momentanreserve 

München, 12. August 2021. Wenn im kommenden Jahr die letzten Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen, fällt damit dem Stromversorgungssystem auch Momentanreserve weg. Diese Systemdienstleistung sichert – neben der Regelleistung - die Stabilität der Netze im Falle von Störungen. Wie eine Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen nun ergeben hat, können die Wasserkraftwerke in Deutschland eine Störung, zum Beispiel durch einen ungeplanten Kraftwerksausfall von bis zu 500 Megawatt (MW), hinsichtlich der Momentanreserve ausgleichen. Das entspricht der Leistung eines mittelgroßen Kohlekraftwerkes. Damit leisten sie einen relevanten Beitrag zur künftigen Netzstabilität und Versorgungssicherheit. 

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EU-Kommission bestätigt Bedeutung der Wasserkraft für European Green Deal

Kommission erkennt Vorteile der Wasserkraft als flexible, steuerbare Quelle erneuerbarer Energie für Grundlaststrom an ++ Wasserkraft wichtige Säule im Strom-Mix von bayerischen Energieversorgern.

München, 9. Juni 2021. Auf eine Anfrage von Maria Noichl, Rosenheimer Abgeordnete im Europäischen Parlament, hat die EU-Kommissarin Kadri Simson die Bedeutung der Wasserkraft im europäischen Energiemix bekräftigt. „Die Kommission ist sich bewusst, dass die Wasserkraft für die Verwirklichung der ehrgeizigen Energie- und Klimaziele des europäischen Grünen Deals eine wichtige Rolle spielt“, schreibt Simson in ihrer Antwort von Mai 2021. Die estnische Politikerin ist seit dem 1. Dezember 2019 EU-Kommissarin für Energie in der Kommission von Ursula von der Leyen. 

 

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Energie aus Wasserkraft ist im öffentlichen Interesse

35 Jahre Tschernobyl und neues EU-Ziel für CO2-Reduktion bis 2030 untermauern Notwendigkeit von Strom aus Wasserkraftanlagen ++ Bayerische Wasserkraftverbände VWB und LVBW fordern, energiewirtschaftliche Belange der Wasserkraft stärker zu berücksichtigen 

München / Regensburg, 22. April 2021. Zwei aktuelle Anlässe untermauern einmal mehr, dass die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft grundsätzlich im öffentlichen Interesse steht und als solches in genehmigungsrechtlichen Entscheidungen berücksichtigt werden muss. Am kommenden Montag, dem 26. April, jährt sich das Reaktorunglück von Tschernobyl zum 35. Mal. Es erinnert daran, dass jede regenerativ erzeugte Kilowattstunde Strom den Bedarf an Energie aus Atomkraft und damit einhergehende Risiken verringert. Dazu kommt der Beschluss der Europäischen Union (EU) von dieser Woche: Anstatt 40 Prozent soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 nun um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 in den EU-Staaten reduziert werden. „Hierfür ist es sinnvoll und notwendig, bestehende und bewährte Erneuerbare-Energien-Technologien zu nutzen“, appelliert Hermann Steinmaßl, Vorstand der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. „Das Potenzial von Wasserkraftanlagen, die stabil und zuverlässig CO2-freien Strom liefern, sollte ausgeschöpft werden“.

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Will der Naturschutz die Wasserkraft zerstören?

Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) und Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke (LVBW) weisen plakative Schuldzuweisungen von Umwelt-und Wassersportverbänden zurück und laden zum Gespräch ein ++ Plädoyer für regionale, sichere und CO2-neutrale Stromerzeugung aus kleiner Wasserkraft anstelle von importiertem Atom-und Kohlestrom

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8. Monitoring-Bericht zur Energiewende untermauert Bedeutung der Wasserkraft

Wasserkraftanlagen tragen laut Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie konstant um die 20 Terrawattstunden Strom pro Jahr zur Energieversorgung in Deutschland bei ++ Grundlastfähige Wasserkraft ideale Ergänzung zur volatilen Windenergie-und Solarstromerzeugung ++ Bayerische Wasserkraftverbände VWB und LVBW begrüßen die in der EEG-Novelle 2021 beschlossene Erhöhung der Einspeisevergütung für Strom aus bestehenden Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung 

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Statement des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke zu dem offenen Brief des BUND, WWF und anderer Umweltverbände

In dem offenen Brief wird unterstellt, dass mit dem aktuellen Gesetzentwurf des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) die letzten frei fließenden Flussabschnitte in Deutschland durch Neubauten und Modernisierungen kleiner Wasserkraftwerke gefährdet seien. Das ist in keiner Weise zutreffend!

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Wasserkraftanlagen leisten signifikanten Beitrag zur Entsorgung von Plastikmüll aus Gewässern

In Bayern entfernen Wasserkraftwerksbetreiber jedes Jahr zehntausende Tonnen Treibgut, Zivilisationsabfall und Plastik aus Bächen, Kanälen und Flüssen, so das Resümee der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten MicBin-Studie. In einem Teilprojekt untersuchten die Projektpartner speziell die Entsorgung von Plastikabfällen im bayerischen Donaugebiet.

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Weltneuheit Schachtkraftwerk in Großweil produziert erste Million Kilowattstunden klimafreundlichen Strom

Gemeinde Großweil durch Schachtkraftwerk fast CO2-neutral

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Bayerische Wasserkraftverbände weisen WWF-Studie entschieden zurück

Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. und Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke eG üben scharfe Kritik an WWF-Studie „Lasst den Flüssen ihren Lauf“ ++ Hintergrundbericht zum Zustand der Fließgewässer in Bayern ein auf falscher Interpretation von Tatsachen basierender Frontalangriff auf die für den Klimaschutz notwendige Wasserkraft-Technologie

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Verbleibendes Co2-Budget soll oberste Messlatte im Bayerischen Klimaschutzgesetz sein

Bayerische Wasserkraftverbände VWB und LVBW unterstützen Stellungnahme der LEE Bayern zum Entwurf des Bayerischen Klimaschutzgesetzes ++ Forderung nach konsequenter und verbindlicher Ausrichtung am Pariser 1,5° Klimaschutzziel ++ Staatsregierung soll als gutes Beispiel für CO2-Reduktion vorangehen, Kommunen stärker einbinden und Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe kommunizieren

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Bayerische Wasserkraftverbände weisen darauf hin: Wasserkraft ist systemrelevant und Grundlage der Daseinsvorsorge

4.000 Wasserkraftwerke in Bayern liefern auch in der Corona-Krise zuverlässig und CO2-frei Strom ++ Bayerische Wasserkraftverbände VWB und LVWB fordern Sicherung und Ausbau der Energieerzeugung aus Wasserkraft zur Aufrechterhaltung einer sicheren Stromversorgung ++ Verbände begrüßen Minister Hubert Aiwangers Appell zur Neubewertung regionaler, dezentraler Strukturen

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Bayerische Wasserkraftverbände VWB und LVBW fordern stärkere Berücksichtigung der Wasserkraft in Regionalplanung

VWB und LVBW kritisieren Benachteiligung der Wasserkraft im Entwurf des Regionalplans Donau-Iller ++ Neubewertung der Wasserkraft und Berücksichtigung von innovativen Technologien bei Neubau und Modernisierung grundsätzlich notwendig ++ Win-Win-Lösungen sollten genutzt werden 

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Bayerische Wasserkraftverbände fordern mehr Verbindlichkeit im Landes-Klimaschutzgesetz sowie Vorrang für CO2 - Einsparung und Produktion von regenerativer Energie

Die Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) e.V. und der Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke (LVBW) eG haben ihre gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf des Bayerischen Klimaschutzgesetzes beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eingereicht. Die Verbände begrüßen das Bayerische Klimaschutzgesetz ausdrücklich, ebenso das Ziel der Staatsverwaltung, bereits zum Jahr 2030 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Zugleich fordern sie jedoch eine stärkere Verbindlichkeit bei den Zielen und Maßnahmen sowie die konsequente Priorisierung der CO2-Reduktion und Erzeugung von regenerativer Energie. Alle Verbände, die am Energiegipfel Bayern im vergangenen Jahr teilgenommen hatten, waren aufgefordert, bis zum 13. Januar 2020 zu dem am 19. November 2019 veröffentlichten Entwurf Stellung zu nehmen.

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Pressemitteilung zur Jahrestagung Wasserkraft Bayern 2019 und zur Mitgliederversammlung der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern am 26.07.2019

Wasserkraft –Bayernszuverlässige erneuerbare Energiehilft diekünftige Stromlücke zu meistern!

Vorträgevon Prof. Dr. Angelika Niebler, MdEP und stv. CSU-Parteivorsitzende, Bundestagsabgeordnetem Dr. Georg Nüßlein, stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Altlandrat und MdL a.D., Hermann Steinmaßl

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Ökologische Stromerzeugung im Einklang mit Natur, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit

Bayerische Wasserkraftwerksbetreiber: Ökologische Stromerzeugung im Einklang mit Natur, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit 

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Klimaschutz und Netzstabilität - Wasserkraft ist zuverlässiger Koalitionspartner

„Das Potenzial der Wasserkraft zur sicheren Stromversorgung aus erneuerbaren Energien ist sehr vielseitig und vor allem äußerst zuverlässig,“ sagte Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) und Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Wasserkraftwerke (LVBW)vor dem Hintergrund der aktuellen Koalitionsgespräche und dem Klimagipfel in Bonn. Wasserkraft ist rund um die Uhr verfügbarund planbar, verbraucht keine fossilen Brennstoffe, arbeitet völlig CO2-frei und trägtsomit wesentlich zum Klimaschutz und zur Stabilisierung der Stromnetze bei. „Die Belastung unserer Stromnetze ist hoch. Bei allen energiepolitischen Diskussionen dürfenFragen zur tech-nischen Machbarkeit nicht unter den Tisch fallen. Zur Sicherstellung stabiler Stromnetze und einer CO2-neutralen Stromversorgung ist Wasserkraft der Koalitionspartner Nummer eins,“ sagte Lang.

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Journalistentag "Wasserkraft - Ja bitte!" am 24.10.2017 in Traunstein

Wasserkraft und Energiewende gehören zusammen - Getreidemühlen nutzen seit jeher Strom aus Wasserkraft

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Starkes Bündnis für die Wasserkraft

Renommierte Verbände schließen sich anlässlich der RENEXPO® INTERHYDRO zusammen, um das Image der Wasserkraft zu stärken

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Wasserkraft - die treibende Kraft fürs Mühlrad

Traditionell am Pfingstmontag, in diesem Jahr am 5. Juni 2017, nehmen über 900 Mühlen am nunmehr 24. Deutschen Mühlentag teil. Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen öffnen bundesweit ihre Türen. Sie lassen die Flügel und Wasserräder drehen, setzen die Mahlgänge in Betrieb, laden Gäste zu Führungen, zum Imbiss und zu kleinen Festen ein.

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Wasserkraft als Eckpfeiler der bayerischen Stromversorgung

Anlässlich der Jahrestagung der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) berichteteder Vorsitzende Fritz Schweiger in Münchenüber die gegenwärtige Situation der bayerischen Wasserkraft im Spannungsfeld zwischen Energiewende und Gewässerökologie.

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